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Krisenmanagement

Die vier Bausteine des Erfolgs

Die Coronapandemie verstärkt Trends im Einzelhandel, die sich bereits zuvor ­abzeichneten. Welche ­entscheidenden ­Entwicklungen stationäre Händler jetzt ­unbedingt im Blick behalten sollten.

Von Marilyn Repp 14.01.2021

© Anterovium, stock.adobe.com

Diese vier Trends sollten stationäre Händler jetzt im Blick behalten.

1. Community aufbauen

Bereits seit einigen Jahren ist das Thema Social Media auch aus dem stationären Bereich nicht mehr wegzudenken. Schließlich muss der Handel dort präsent sein, wo seine Kunden ihre Zeit verbringen. Und die halten sich in Deutschland im Durchschnitt über eine Stunde lang auf den entsprechenden Plattformen auf. Die Königsdisziplin des Social-Media-Marketings heißt aber: Community Building. Das heißt konkret: Kundenbindung über regelmäßiges Posten von Inhalten. Vor allem geht es also darum, sichtbar zu sein, die eigene Reichweite zu erhöhen und die Kunden durch gutes Storytelling zu unterhalten. Produkte zu verkaufen, steht erst an zweiter Stelle.

2. Fläche reduzieren, Beratung intensivieren

Viele große Händler haben es in den vergangenen Jahren bereits vorgemacht: rein in die Innenstädte mit kleineren Formaten. Dazu zählen Ikea oder Decathlon, die sehr kleine Concept Stores eröffnet haben, um an hochfrequentierten Orten Präsenz zu zeigen. Gleichzeitig erhöhen viele Händler wieder die Zahl der Mitarbeitenden auf der Fläche. Nach Jahrzehnten der Personalreduktion zeigt sich: Die persönliche Beratung ist eben doch Trumpf!

3. Digital informieren, regional verkaufen

Gerade durch die Coronakrise hat das Prinzip „support your local“ viel Aufwind erlebt. Konsumenten möchten durch ihre Käufe den regionalen Handel aktiv unterstützen und informieren sich dazu im Internet. Daher müssen Händler online gut zu finden sein, in Kartenverzeichnissen und anderen Listungen auftauchen. Ein wichtiges Stichwort sind hier auch Googles Local Inventory Ads: Mit diesen Anzeigen können Händler ihre stationär verfügbaren Produkte bewerben. Der Vorteil: Auf Google halten sich die Kunden sowieso auf, bei lokalen Marktplätzen ist die Wahrscheinlichkeit geringer.

4. Den Einkauf zum Erlebnis machen

Im Non-Food-Bereich hat sich die Rolle des Handels gewandelt: weg vom Versorger, hin zum Erlebnisbietenden. Warum noch stationär shoppen gehen? Die Antwort: Weil es Spaß macht und Unterhaltung bietet. Das bedeutet für Händler, dass sie auf neue Konzepte setzen müssen, wie Sektabende, Lesungen oder Shoppingevents. Besonders der Mix aus Gastronomie und Handel setzt sich immer mehr durch. Das Aufkommen neuer gastronomischer Konzepte ist in vielen Innenstädten schon seit Jahren ein Trend und sorgt auch im Einzelhandel für Frequenz. Hinzu kommen nun Kooperationen etwa im Buchhandel oder bei Kindermodegeschäften: Der Kaffee lockt die Kunden hinein, die dann eben doch noch das ein oder andere Produkt kaufen.

Die Autorin

Marilyn Repp ist Projektleiterin beim Mittelstand 4.0 – ­Kompetenzzentrum Handel des Handels­verbands Deutschland (HDE). Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf den Themen Innovation und Digitalisierung für Retailer. Zuvor war sie vier Jahre lang stellvertretende Leiterin der Mittelstandsallianz beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Handel

Das Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Handel ist die zentrale Anlaufstelle für mittelständische Einzelhändler, wenn es um Digitalisierung und Innovationen geht. Aufgrund der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium sind alle Angebote des Kompetenzzentrums kostenfrei. Weitere Informationen unter: kompetenzzentrumhandel.de

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, Stationärhandel, Mittelstand 4.0

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