Anzeige
Ukrainekrieg

Deutsche Verbraucher spüren Lieferengpässe

Die gestörten Lieferketten und die steigenden Energiepreise in Folge des Krieges in der Ukraine spüren immer mehr Konsumenten in ihrem alltäglichen Leben, so eine neue Befragung des ECC Köln. Insbesondere bei Lebensmitteln wollen viele Verbraucher demnach sparen.

30.03.2022

© stockphoto-graf/stock.adobe.com

Die gestiegenen Preise werden laut Befragung von vielen Konsumenten immer mehr wahrgenommen, insbesondere im Lebensmittelbereich.

Aufgrund der globalen Lieferproblematiken, die schon in den vergangenen beiden Jahren der Coronakrise die weltweiten Beschaffungsprozesse beeinträchtigten, werden aktuell Käufe vermehrt verschoben oder gänzlich unterlassen. Kein Wunder: Schließlich werden die gestiegenen Preise bei vielen Konsumenten immer mehr wahrgenommen, insbesondere im Lebensmittelbereich. Die Preissteigerungen lösen bei rund der Hälfte der Befragten Ängste aus, den eigenen Lebensstandard nicht mehr halten zu können. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Trend Check Handel des ECC Köln, der regelmäßig aktuelle Themen und ihren Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Konsumenten in Deutschland beleuchtet.

Jeder zweite Befragte gibt an, in Folge von Lieferengpässen Probleme beim alltäglichen Einkauf zu haben – ein Wert, der seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine gestiegen ist. Die Reaktionen sind bei vielen Konsumenten drastisch: 42 Prozent der Befragten verzichten in der Folge auf Käufe, 38 Prozent entscheiden sich für andere Produkte und acht Prozent stornieren die Bestellung.

Gehemmte Konsumstimmung

Die befragten Konsumenten üben sich mehrheitlich in Konsumzurückhaltung. So gibt im Trend Check Handel rund jeder Zweite an, aufgrund der Lieferproblematiken geplante Anschaffungen aktuell zu verschieben. Krisenstimmung auch beim Blick in die Zukunft: Fast die Hälfte der Befragten befürchtet, aufgrund der aktuell wahrgenommenen Preissteigerungen den eigenen Lebensstandard nicht mehr halten zu können.

So wollen viele (59 Prozent) auf teurere Markenprodukte verzichten, sollten insbesondere die Preise im Lebensmitteleinzelhandel weiter steigen. 44 Prozent kaufen schon jetzt häufiger bei Discountern. Auffällig: Vor allem die jungen Konsumenten zwischen 18 und 29 Jahren sorgen sich um die gestiegenen Preise und passen ihr Einkaufsverhalten bereits entsprechend an.

Die gesamte Befragung kann hier kostenfrei bestellt werden.

Schlagworte: Einzelhandel, ECC Köln, Verbraucherbefragung

Kommentare

Ihr Kommentar