Ceconomy-Chef für Besucher-Staffelung bei Öffnung der Innenstädte

 

Um überfüllte Innenstädte nach dem Ende des Lockdowns zu vermeiden, hat der Elektronikhändler Ceconomy (Media Markt, Saturn) gestaffelte Öffnungszeiten für verschiedene Altersgruppen ins Spiel gebracht. Ceconomy-Chef Bernhard Düttmann sagte, um die Besucherströme zu begrenzen, könne man etwa die Berufstätigen am Morgen und am Abend in die Läden lassen und eine spezielle Zeit für die Risikogruppen über 60 oder 65 festlegen. "Man könnte es auch staffeln nach Tagen, wo man bestimmte Tage hat, wo die Jugendlichen in die Läden dürfen und an anderen Tagen nicht."

 

Einen Tag vor der Beratung von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise betonte Düttmann, ein Ende der Coronakrise sei derzeit noch nicht in Sicht. Handel und Gesellschaft hielten es aber nicht mehr aus, dass die Wiedereröffnung der Läden immer weiter aufgeschoben werde. Notwendig seien deshalb intelligente Lösungen, die eine dauerhafte Marktöffnung erlaubten. Die Staffelung von Kundengruppen könne dazu beitragen, die Besucherfrequenzen in diesem Falle niedrig zu halten.

 

Düttmann betonte, wichtig sei dabei, dass dies einheitlich über alle Handelsformen geschehe. Denn nur dann könnten Polizei und Ordnungskräfte das auch kontrollieren. Kontrollen sollen nach Meinung des Ceconomy-Chefs sowohl an den Ladentüren als auch im öffentlichen Raum erfolgen. "Sie werden immer irgendwelche Bürger haben, die es nicht mitbekommen, dann darf die Polizei nicht einfach danebenstehen und muss die Leute darauf hinweisen, dass jetzt nicht ihre Einkaufszeit ist, sonst haben wir die Entzerrung nicht", sagte er.

 

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