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Adler-Modemärkte beklagen mangelnde Unterstützung des Bundes

04.05.2021

Die pandemiebedingt ins Straucheln geratenen Adler-Modemärkte fühlen sich in der Coronakrise von der Bundesregierung im Stich gelassen. Geld aus der staatlichen Überbrückungshilfe III - dem zentralen Hilfsprogramm des Bundes - stünde dem Unternehmen trotz unverschuldeter Finanzprobleme nicht zu, sagte Vorstandschef Thomas Freude am Dienstag.

Das Unternehmen aus Haibach bei Aschaffenburg mit etwa 3200 Mitarbeitern befindet sich seit Januar im Prozess einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Freude zufolge war Adler vor der Pandemie kerngesund. "Wir hatten keinerlei Bankverbindlichkeiten." Durch das staatlich verordnete Schließen der mehr als 140 deutschen Standorte habe Adler seit dem Frühjahr 2020 allerdings rund 280 Millionen Euro Umsatz eingebüßt.

Adler benötige ein Darlehen aus Berlin in Höhe von rund zehn Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds, dem staatlichen Rettungsschirm in der Coronakrise, so Freude. Bisher gebe es allerdings keine Zusage. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte "zu laufenden Prüfungen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds keine Auskunft geben", wie die Pressestelle des Ministeriums mitteilte. Das Bundesfinanzministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

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