Metropolregion Berlin
Messekonjunktur: Der Erfolg bleibt ungebrochen
Deutsche Unternehmen investierten im vergangenen Jahr 15,2 Mrd. Euro in Messebeteiligungen und Events, zu diesem Ergebnis kam die Studie Dialogmarketing Deutschland 2010 der Deutschen Post.
Text: handelsjournal,
16. November 2010
Diese Summe ist der größten Posten der gesamten Marketingaufwendungen; ein Fünftel der Beträge wandert in diese Branchentreffs. Besonders erfreulich für die Ausrichter: Trotz insgesamt rückläufiger Marketingbudgets konnten bei Messen und Events sogar leichte Zuwächse verzeichnet werden. „Wir führen das vor allem darauf zurück, dass mehr Unternehmen diese Instrumente genutzt haben", erläutert Harald Kötter, Geschäftsbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit des Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA).
Das Wachstum, so seine Beobachtung, geht vor allem auf das Konto der Kleinst- und Kleinunternehmen mit weniger als 1 Mio. Euro Umsatz pro Jahr, während sich die Ausgaben bei den größeren Unternehmen kaum verändert haben — auch angesichts des schon erreichten hohen Niveaus. „Vor allem die Handels- und Dienstleistungsunternehmen haben ihre Budgets aufgestockt, während im produzierenden Gewerbe keine Steigerungen zu verzeichnen waren", sagt Kötter. Messebeteiligungen seien im produzierenden Gewerbe aber nach wie vor das mit Abstand dominierende Medium: Jeder dritte Euro, der in diesem Sektor für Marketing ausgegeben wird, fließe in Messen.
Das gilt allerdings nicht für alle Branchen. „Große Messen sind im Regelfall ein Spiegelbild der Branchen, die dort ausstellen", kommentiert beispielsweise Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) angesichts der diesjährigen Intertabak in Dortmund. „Legt man diesen Maßstab dort an, würde der Außenstehende wohl eher davon ausgehen, die Tabakbranche erlebe derzeit einen Boom, und das Geldverdienen sei für Hersteller und Handel kein Problem." Dass die Branche in der Realität in vielen Ländern unter der Diskriminierung ihrer Produkte ächzt und die Märkte unter dem Druck prohibitiver Besteuerung starken Verwerfungen ausgesetzt sind, das merke man erst, wenn man hinter die Kulissen schaue und dabei erkenne, dass das von Herstellern, Importeuren und den Besuchern aus dem Handel gezeigte Selbstbewusstsein Trotzreaktion gegen die zunehmenden Restriktionen ist.
Insgesamt haben sich die überregionalen Messen in Deutschland 2010 gut behauptet: Bei deutlich anziehender Konjunktur konnten vor allem im 1. Halbjahr zahlreiche Messen wieder positive Resultate verzeichnen. Im Durchschnitt erreichten die Messen des 1. Halbjahres konstante Ausstellerzahlen (Gesamtjahr 2009: minus 4,3 Prozent), wobei über die Hälfte der Messen mehr Aussteller als bei der Vorveranstaltung registrierten. Sehr deutlich verbesserten sich auch die Besucherzahlen: Sie lagen im Durchschnitt nur knapp 2 Prozent unter denen der Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2009: minus 8,4 Prozent); auch hier hatten über 50 Prozent der Messen ein Besucher-Plus.
Die vermietete Fläche lag allerdings noch rund 4 Prozent unter den Ergebnissen der Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2009: minus 6 Prozent). „Hier wirken offensichtlich noch Sparbeschlüsse aus dem Jahr 2009 nach", meint Kötter. „Angesichts der guten Konjunkturprognosen und des wieder stark wachsenden Außenhandels rechnen wir aber mit einer weiteren Verbesserung der Messekonjunktur im zweiten Halbjahr." Für das gesamte Jahr 2010 könnten die Ausstellerzahlen der überregionalen Messen leicht im Plus liegen, bei gleichzeitig stabilem Besucherinteresse.
Das Wachstum, so seine Beobachtung, geht vor allem auf das Konto der Kleinst- und Kleinunternehmen mit weniger als 1 Mio. Euro Umsatz pro Jahr, während sich die Ausgaben bei den größeren Unternehmen kaum verändert haben — auch angesichts des schon erreichten hohen Niveaus. „Vor allem die Handels- und Dienstleistungsunternehmen haben ihre Budgets aufgestockt, während im produzierenden Gewerbe keine Steigerungen zu verzeichnen waren", sagt Kötter. Messebeteiligungen seien im produzierenden Gewerbe aber nach wie vor das mit Abstand dominierende Medium: Jeder dritte Euro, der in diesem Sektor für Marketing ausgegeben wird, fließe in Messen.
Das gilt allerdings nicht für alle Branchen. „Große Messen sind im Regelfall ein Spiegelbild der Branchen, die dort ausstellen", kommentiert beispielsweise Willy Fischel, Geschäftsführer des Bundesverbands des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) angesichts der diesjährigen Intertabak in Dortmund. „Legt man diesen Maßstab dort an, würde der Außenstehende wohl eher davon ausgehen, die Tabakbranche erlebe derzeit einen Boom, und das Geldverdienen sei für Hersteller und Handel kein Problem." Dass die Branche in der Realität in vielen Ländern unter der Diskriminierung ihrer Produkte ächzt und die Märkte unter dem Druck prohibitiver Besteuerung starken Verwerfungen ausgesetzt sind, das merke man erst, wenn man hinter die Kulissen schaue und dabei erkenne, dass das von Herstellern, Importeuren und den Besuchern aus dem Handel gezeigte Selbstbewusstsein Trotzreaktion gegen die zunehmenden Restriktionen ist.
Insgesamt haben sich die überregionalen Messen in Deutschland 2010 gut behauptet: Bei deutlich anziehender Konjunktur konnten vor allem im 1. Halbjahr zahlreiche Messen wieder positive Resultate verzeichnen. Im Durchschnitt erreichten die Messen des 1. Halbjahres konstante Ausstellerzahlen (Gesamtjahr 2009: minus 4,3 Prozent), wobei über die Hälfte der Messen mehr Aussteller als bei der Vorveranstaltung registrierten. Sehr deutlich verbesserten sich auch die Besucherzahlen: Sie lagen im Durchschnitt nur knapp 2 Prozent unter denen der Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2009: minus 8,4 Prozent); auch hier hatten über 50 Prozent der Messen ein Besucher-Plus.
Die vermietete Fläche lag allerdings noch rund 4 Prozent unter den Ergebnissen der Vorveranstaltungen (Gesamtjahr 2009: minus 6 Prozent). „Hier wirken offensichtlich noch Sparbeschlüsse aus dem Jahr 2009 nach", meint Kötter. „Angesichts der guten Konjunkturprognosen und des wieder stark wachsenden Außenhandels rechnen wir aber mit einer weiteren Verbesserung der Messekonjunktur im zweiten Halbjahr." Für das gesamte Jahr 2010 könnten die Ausstellerzahlen der überregionalen Messen leicht im Plus liegen, bei gleichzeitig stabilem Besucherinteresse.
Artikel: Drucken










