Bildquelle: Lectra
EuroCis 2012
Wo Mode auf IT trifft
Mit der Sonderschau Fashion Select will die EuroCis IT-Herstellern für Fashion-Lösungen eine neue Präsentationsplattform anbieten, die durch den Wegfall der Messe für Bekleidungsverarbeitung IMB heimatlos geworden sind.
Text: Silke Bohrenfeld,
06. Januar 2012
Stets mit dem Ohr an der Retail-Szene: Das ist der Grund für die 10-jährige Erfolgsstory der EuroCis. Auch 2012 steht wieder eine Neuerung an. Die Messe Düsseldorf erweitert ihr Portfolio um IT-Unternehmen aus dem Fashion-Bereich, die IT-Lösungen und -Services für alle Formen des Handels bereit halten. „Wir möchten mit diesem Schritt der Tatsache Rechnung tragen, dass sich speziell im Fashion-Bereich die Branche immer enger vernetzt und sich die Grenzen zwischen Beschaffung, Produktion und Distribution immer weiter verwischen“, begründet Elke Moebius, Director der EuroCis 2012, diese Entscheidung. Außerdem ist die IT-Branche durch den Wegfall der Messe für Bekleidungsverarbeitung auf der Suche nach einer neuen Präsentationsplattform. „Es musste für Systemhäuser der Modebranche dringend eine neue Plattform geschaffen werden, die sich auf die Bereiche von der Modellentwicklung bis zum PoS spezialisiert haben“, sagt der geschäftsführende Gesellsch after von SIC Software Industrie Consult, Stephan Riepe. So wurde in der Tradition der Modehauptstadt Düsseldorf unter dem Namen Fashion Select innerhalb der EuroCis eine Sonderschau initiiert, auf der die entsprechenden IT-Entwickler ihre Neuheiten im Jahresrhythmus vorstellen können. Eine Chance, die 2012 von acht markenstarken Unternehmen genutzt wird: Bedav, Impuls, Koppermann, Lectra, PTC, Secutag, SIC und Texdata sind am Start, um sich vorzustellen. „Wir hoffen, dass wir auf der EuroCis sowohl mit Retailern als auch mit Herstellern, die sich vertikal aufstellen wollen, ins Gespräch kommen und interessante neue Kontakte knüpfen können“, begründet Annette Leistner von Bedav die Teilnahme auf der Sonderschau Fashion Select.
Die Schnittmenge für IT-Lösungen in der Modewirtschaft zwischen Industrie und Handel wächst. Es gibt immer mehr Modemarken, die eigene Retail-Konzepte betreiben bis hin zu Monomarkenläden. „Beispielsweise muss der Fachhandel seine Ware allein schon nach optischen Kriterien ständig wechseln. Das ist ein enormer organisatorischer Aufwand, bei dem IT-Programme helfen können“, sagt Brigitte Methner-Opel, die die Messe Düsseldorf bei der Initiierung der Plattform beraten hat. „Auf der anderen Seite wollen sich auch die großen Retailer mit ihren Handelsmarken im Design abheben, haben mittlerweile eigene Designabteilungen, in denen für jede Saison Kollektionen entwickelt werden, die selber gemanagt werden müssen — und das von jedem Platz der Welt. Um diese komplexe Aufgabe zu meistern, brauchen sie intelligente Software, die wir ihnen auf der Messe vorstellen wollen“, sagt Holger Max-Lang, Director Sales Central & Eastern Europe der Lectra Deutschland GmbH. Das Unternehmen entwickel t Product-Lifecycle-Management-Lösungen, die den gesamten Produktentwicklungszyklus einer Kollektion steuern und sämtliche Unternehmensprozesse optimieren. Die Software Lectra Fashion PLM, die auf der Messe vorgestellt wird, beinhaltet Werkzeuge für alle bekleidungs- und textilspezifischen Aktivitäten und Prozesse, die abgewickelt werden müssen, um eine Kollektion auf den Markt zu bringen. „PLM ist zwar für viele Retailer nicht neu, jedoch zwingen sich ständig verändernde Strukturen in den typischen Sourcingländern wie etwa China, Bangladesch, Indien die Unternehmen dazu, die Beschaffungsprozesse zu optimieren. Wir holen sie dort ab“, sagt Max-Lang.
Der schnelle Wechsel der Kollektionen hat aber auch den organisatorischen Aufwand potenziert. Filialen müssen mit Bezug auf definierte Warenträger und deren Kapazitäten bestückt werden, Ware muss vom Zentrallager in die einzelne Filiale nachsortiert werden, wobei der Warenbestand der Zentrale und die verkaufte Menge in der Filiale berücksichtigt werden müssen; die Händler benötigen Umschichtungsvorschläge, um optimal auf aktuelle Marktanforderungen eingehen zu können, Überbestände müssen gehandelt, Ware nachsortiert, Preisabschriften geplant und überwacht, Lager bewertet, Artikel etikettiert und die Etikettierung so verwaltet werden, dass keine Mehrfachauszeichnungen passieren. All diese Probleme bedürfen individueller Lösungen. Zusätzlich müssen die Warenwirtschaftssysteme so schnittstellenarm wie möglich auf die Produktionssteuerung abgestimmt sein. Damit der elektronische Datenaustausch reibungslos funktioniert, müssen all die Systeme miteinander kompatibel sein. Neben all diesen Fragen beschäftigen auch Sicherheits- und CRM-Themen die Branche und spielen auf der Sonderschau eine entsprechende Rolle. Die Messe Düsseldorf unterstützt das neue Angebotssegment durch eine Reihe von Vorträgen.
Aber natürlich wollen die Teilnehmer der Fashion Select die Gelegenheit auch nutzen, um sich auf anderen Feldern der EuroCis umzusehen. „Wir wollen beobachten, was der Wettbewerb macht, was den Handel umtreibt. Vor allem der Multi-Channel-Bereich ist für uns interessant“, fasst Annette Leistner ihre Erwartungen zusammen.
Die Gewinner für das Top Produkt Handel 2012 stehen zwar schon fest, verraten und ausführlich vorgestellt werden sie aber erst in Heft 2 des handelsjournal. Höhepunkt ist nun die Prämierung im Rahmen einer Preisverleihung während der EuroCis am 28. Februar 2012, 16.30 Uhr im Multi-Channel-Forum (Halle 9) durch die handelsjournal-Redaktion. Nach seinem erfolgreichen Start 2009 geht der Wettbewerb nun bereits in die vierte Runde. Auch dieses Mal wurden wieder die besten und innovativsten Produkte und Dienstleistungen gesucht, mit denen der Einzelhändler sich gegenüber seinen Kunden profilieren, Umsatz steigern, Wirtschaftlichkeit erhöhen, Ergebnisse verbessern und Prozesse optimieren kann. 27 Hard- und Software-Lösungen, Dienstleistungsangebote, Aktionsideen, Geräte oder Hilfsmittel standen in insgesamt neun Kategorien zur Wahl. Dabei entschied die Zielgruppe selbst: Die Präsentation der Kandidaten und die Leserwahl fanden im Dezember 2011/Januar 2012 statt.
Der Sinn und Zweck von Leitsystemen ist Orientierung. Entsprechende Konzepte müssen daher universell lesbar und für Menschen aller Altersgruppen, Herkünfte und Kulturen verständlich sein. Durch die effiziente Nutzung von Typografie, Piktogrammen, Farben und Formen trägt die Beschilderung außerdem maßgeblich zur Identität von Räumen und Orten bei. Das Buch Signage Design präsentiert 111 aktuelle Beispiele ganz unterschiedlicher Typologien aus der ganzen Welt. Es stellt Leitsysteme und Beschilderungskonzepte vor und zeigt die bemerkenswerte Vielfalt dieser Disziplin. Signage Design (ISBN 978-3-03768-09 1-9; 49,90 Euro) ist ein Nachschlagewerk für Kommunikationsdesigner, Architekten und Einzelhändler.
www.braun-publishing.ch
Die Schnittmenge für IT-Lösungen in der Modewirtschaft zwischen Industrie und Handel wächst. Es gibt immer mehr Modemarken, die eigene Retail-Konzepte betreiben bis hin zu Monomarkenläden. „Beispielsweise muss der Fachhandel seine Ware allein schon nach optischen Kriterien ständig wechseln. Das ist ein enormer organisatorischer Aufwand, bei dem IT-Programme helfen können“, sagt Brigitte Methner-Opel, die die Messe Düsseldorf bei der Initiierung der Plattform beraten hat. „Auf der anderen Seite wollen sich auch die großen Retailer mit ihren Handelsmarken im Design abheben, haben mittlerweile eigene Designabteilungen, in denen für jede Saison Kollektionen entwickelt werden, die selber gemanagt werden müssen — und das von jedem Platz der Welt. Um diese komplexe Aufgabe zu meistern, brauchen sie intelligente Software, die wir ihnen auf der Messe vorstellen wollen“, sagt Holger Max-Lang, Director Sales Central & Eastern Europe der Lectra Deutschland GmbH. Das Unternehmen entwickel t Product-Lifecycle-Management-Lösungen, die den gesamten Produktentwicklungszyklus einer Kollektion steuern und sämtliche Unternehmensprozesse optimieren. Die Software Lectra Fashion PLM, die auf der Messe vorgestellt wird, beinhaltet Werkzeuge für alle bekleidungs- und textilspezifischen Aktivitäten und Prozesse, die abgewickelt werden müssen, um eine Kollektion auf den Markt zu bringen. „PLM ist zwar für viele Retailer nicht neu, jedoch zwingen sich ständig verändernde Strukturen in den typischen Sourcingländern wie etwa China, Bangladesch, Indien die Unternehmen dazu, die Beschaffungsprozesse zu optimieren. Wir holen sie dort ab“, sagt Max-Lang.
Der schnelle Wechsel der Kollektionen hat aber auch den organisatorischen Aufwand potenziert. Filialen müssen mit Bezug auf definierte Warenträger und deren Kapazitäten bestückt werden, Ware muss vom Zentrallager in die einzelne Filiale nachsortiert werden, wobei der Warenbestand der Zentrale und die verkaufte Menge in der Filiale berücksichtigt werden müssen; die Händler benötigen Umschichtungsvorschläge, um optimal auf aktuelle Marktanforderungen eingehen zu können, Überbestände müssen gehandelt, Ware nachsortiert, Preisabschriften geplant und überwacht, Lager bewertet, Artikel etikettiert und die Etikettierung so verwaltet werden, dass keine Mehrfachauszeichnungen passieren. All diese Probleme bedürfen individueller Lösungen. Zusätzlich müssen die Warenwirtschaftssysteme so schnittstellenarm wie möglich auf die Produktionssteuerung abgestimmt sein. Damit der elektronische Datenaustausch reibungslos funktioniert, müssen all die Systeme miteinander kompatibel sein. Neben all diesen Fragen beschäftigen auch Sicherheits- und CRM-Themen die Branche und spielen auf der Sonderschau eine entsprechende Rolle. Die Messe Düsseldorf unterstützt das neue Angebotssegment durch eine Reihe von Vorträgen.
Aber natürlich wollen die Teilnehmer der Fashion Select die Gelegenheit auch nutzen, um sich auf anderen Feldern der EuroCis umzusehen. „Wir wollen beobachten, was der Wettbewerb macht, was den Handel umtreibt. Vor allem der Multi-Channel-Bereich ist für uns interessant“, fasst Annette Leistner ihre Erwartungen zusammen.
Top Produkt Handel 2012
Die Gewinner für das Top Produkt Handel 2012 stehen zwar schon fest, verraten und ausführlich vorgestellt werden sie aber erst in Heft 2 des handelsjournal. Höhepunkt ist nun die Prämierung im Rahmen einer Preisverleihung während der EuroCis am 28. Februar 2012, 16.30 Uhr im Multi-Channel-Forum (Halle 9) durch die handelsjournal-Redaktion. Nach seinem erfolgreichen Start 2009 geht der Wettbewerb nun bereits in die vierte Runde. Auch dieses Mal wurden wieder die besten und innovativsten Produkte und Dienstleistungen gesucht, mit denen der Einzelhändler sich gegenüber seinen Kunden profilieren, Umsatz steigern, Wirtschaftlichkeit erhöhen, Ergebnisse verbessern und Prozesse optimieren kann. 27 Hard- und Software-Lösungen, Dienstleistungsangebote, Aktionsideen, Geräte oder Hilfsmittel standen in insgesamt neun Kategorien zur Wahl. Dabei entschied die Zielgruppe selbst: Die Präsentation der Kandidaten und die Leserwahl fanden im Dezember 2011/Januar 2012 statt.
Buchtipp
Der Sinn und Zweck von Leitsystemen ist Orientierung. Entsprechende Konzepte müssen daher universell lesbar und für Menschen aller Altersgruppen, Herkünfte und Kulturen verständlich sein. Durch die effiziente Nutzung von Typografie, Piktogrammen, Farben und Formen trägt die Beschilderung außerdem maßgeblich zur Identität von Räumen und Orten bei. Das Buch Signage Design präsentiert 111 aktuelle Beispiele ganz unterschiedlicher Typologien aus der ganzen Welt. Es stellt Leitsysteme und Beschilderungskonzepte vor und zeigt die bemerkenswerte Vielfalt dieser Disziplin. Signage Design (ISBN 978-3-03768-09 1-9; 49,90 Euro) ist ein Nachschlagewerk für Kommunikationsdesigner, Architekten und Einzelhändler.
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Fakten, Fakten, Fakten
- Besucher: Über 5.000 Entscheider aus Handel, Industrie, Dienstleistungen werden erwartet; davon kommen 63 Prozent aus Deutschland und 37 Prozent aus 47 Ländern weltweit.
- Termin:
- 28. Februar bis 1. März 2012; die Messe findet jährlich statt.
- Öffnungszeiten:
- 10 bis 18 Uhr täglich
- Eingang:
- Nord, Halle 9
- Eintrittspreise Tageskarte: 22 Euro an der Kasse/15 Euro online, erhältlich sind auch Zwei-Tages-Karten.
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