Ladenbau
Wenn die Bilder laufen lernen
Digital Signage ermöglicht gezielte, individuelle und klare Ansprache der Kunden. Kein Wunder, dass diese Art der Kommunikation die Handelswelt erobert.
Text: Angela Krause,
18. Mai 2011
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Das Zeitalter fortschreitender Digitalisierung eröffnet für den Handel immer wieder neue Möglichkeiten der Kommunikation mit den Kunden. „Digital Signage" heißt das neue Schlagwort. Diese Digitale Beschilderung wird im Rahmen des Instore Marketing mittlerweile von vielen Geschäften zur Werbung und Information eingesetzt. Beispielsweise zeigen Flachbildschirme, Monitore an Kassen und Waagen aktuelle Sonderangebote, regionale Neuigkeiten oder mit dynamischem Content-Management-System Werbung je nach Zielgruppe, Tageszeit, Ort, Lagerbestand und sogar das Wetter. Diese Form der Kundenkommunikation wird immer wichtiger. Und zwar am Point of Sale, wo zwei Drittel der Kaufentscheidungen getroffen werden. Hier wollen die Kunden von heute Einkaufswelten, die ihren individuellen Lebensstil unterstützen, klare Orientierungshilfen, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit und ein emotionales Erlebnis. Umso wichtiger ist somit die gezielte Kundenansprache im Verkaufsraum bzw. am Point of Communication.Untersuchungen der Visual Merchandising Initiative e. V. (VMI) bestätigen die positive Wirkung auf den Umsatz und die Akzeptanz von Digital Signage bei den Verbrauchern. Unternehmen sollten aber darauf achten, ihre Kunden nicht mit Reizen zu überfluten. Die Technik darf nicht im Vordergrund stehen, wichtiger ist die richtige Definition der Ziele, Zielgruppen und Inhalte, sodass geeignete Medien für die Kundenansprache ausgewählt werden können. Richtig eingesetztes Digital Signage kann aber nicht nur die Umsätze erhöhen. Zwar sind die Anschaffungskosten relativ hoch — obwohl die Preise für LCD- und Plasma-Bildschirme zunehmend sinken — im Vergleich zur Werbung auf konventionellen Schildern und Plakaten (Paper Signage) können Inhalte aber schnell und vor allem ohne Zusatzkosten geändert werden. Unabhängig vom Gedanken der Umsatzsteigerung und Kostensenkung erfüllt Digital Signage in jedem Fall einen Zweck: Viele Kunden empfinden die Informationen auf den Bildschirmen, z. B. zu Produktanwendungen, Rezepten oder Inhaltsstoffen, als hilfreiche Serviceleistung.
Damit versuchen sich auch viele Geschäfte vom Wettbewerb, d. h. vor allem von den Discountern, abzusetzen. Sie sehen Digital Signage als einzigartigen Wettbewerbsvorteil. Für Ladenbauunternehmen bedeutet die neue Entwicklung gestiegene Anforderungen. „Neben dem perfekten Zusammenspiel aus Architektur, Einrichtung und Visual Merchandising sind ebenso branchenspezifische Besonderheiten, gesellschaftliche und technische Entwicklungen zu berücksichtigen. Nur so entstehen zukunftsorientierte Konzepte, die ein erfolgreiches PoS-Marketing für Handel und Industrie unterstützen", erklärt Wolfgang von Hagen, Sales Director der Decor Metall aus Bad Salzuflen. Ladenbauer müssen heute ihre Produkte noch mehr an individuelle Kundenwünsche anpassen und Trends wie Digital Signage bei ihren Projekten berücksichtigen.
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