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Versicherung
Privates absichern
Ein Versicherungscheck schafft Klarheit, was im persönlichen Bereich tatsächlich notwendig ist.
Text: Raimund Diefenbach,
17. Juni 2011
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Sicherheit lassen sich die Bundesbürger eine Menge kosten. Rund 1.750 Euro im Jahr zahlt jeder private Haushalt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes an Versicherungen. Nicht eingeschlossen sind dabei die freiwilligen Beiträge zur Sozialversicherung und die Zahlungen an Kapital-Lebensversicherungen, die eher der Sparquote zugerechnet werden müssen. Da kommen noch einmal ein paar hundert Euro im Jahr hinzu. Dennoch monieren die Verbraucherzentralen in schöner Regelmäßigkeit, dass nach wie vor viele die grundlegenden Risiken nicht richtig abgedeckt haben. Mindestens ebenso viele Menschen zahlen für Versicherungen, die sie eigentlich nicht mehr benötigen oder die dringend angepasst werden müssten. „Kaum zu glauben, welche Policen sich in den Versicherungsordnern bundesdeutscher Familien finden", staunt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV).Etwa alle fünf Jahre sollten Unternehmer ihre Versicherungsverträge für sich selbst und die Familie auf den Prüfstand stellen. Welche Versicherung muss dringend abgeschlossen werden? Was ist nach wie vor wichtig? Was kann gekündigt werden? Stimmen die Versicherungssummen noch? Der Check ist wichtig, weil sich Notwendigkeit und Umfang der Versicherungen je nach Lebenssituation ändern. Und weil auch die den Policen zugrunde liegenden Bedingungen oft nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Grundregel, die praktisch von der Wiege bis zur Bahre Gültigkeit hat: Vorrangig sind die „größten anzunehmenden Unfälle" abzusichern. Das sind zuerst Krankheit, Invalidität und der Schutz vor Haftpflichtansprüchen Dritter. Wer einen Schaden verursacht, muss nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch dafür haften. Und zwar in unbegrenzter Höhe — ein praktisch unkalkulierbares Risiko. Auf eine private Haftpflichtversicherung zu verzichten, ist daher in jeder Lebenslage mehr als fahrlässig.
Die Gesellschaft übernimmt bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme die Kosten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Und zwar nicht nur für den Versicherungsnehmer selbst, sondern auch für die gesamte Familie. Also den Ehepartner und Kinder, die sich noch in der Ausbildung befinden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Versicherungsnehmer sich nicht mit den Forderungen der Geschädigten auseinandersetzen oder Anwälte und Gerichte einschalten müssen. Das übernimmt die Versicherung, die schließlich überprüfen muss, ob sie zu Recht in Anspruch genommen wird. Eine private Haftpflichtversicherung kostet bei einer Deckungssumme von mindestens 5 Mio. Euro ab etwa 65 Euro im Jahr. Je nach Gesellschaft sind es bis zu 140 Euro. Versicherungsexperte Thorsten Rudnik empfiehlt: „Der Vergleich lohnt sich."
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