Freitag, 18. Mai 2012
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Bildquelle: KfW Bankengruppe
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Nicht nur von außen imposant: Partner KfW.
Finanzierung

Sichere Bank ...

Ob für Existenzgründer oder etablierte Unternehmen: Mit Geld von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) lassen sich Investitionen leichter finanzieren.
Text: Raimund Diefenbach, 15. April 2011
Heidi Fehling erinnert sich eigentlich nicht gerne an ihre ersten Schritte als Unternehmerin. Vor mehr als 15 Jahren wollte sich die gelernte Hebamme mit einem Geschäft für Schwangerschaftsmode und Babybedarf selbstständig zu machen. Ein Standort in Hamburg-Winterhude in der Nähe einer Klinik, Arztpraxen und einer großen Hebammenpraxis war rasch gefunden. „Nicht gerade eine 1-a-Lage, aber für meine Zwecke geeignet und bezahlbar", erzählt die Unternehmerin. Dennoch waren Investitionen in den Laden notwendig. Obwohl die Firmenchefin in spe ein recht anständiges Eigenkapital bereitstellen konnte, stieß sie bei Hamburger Banken und Sparkassen auf Schwierigkeiten. Sie wollte über die Institute ein Existenzgründungsdarlehen der KfW-Bank in Anspruch nehmen.

Pech für die hoffnungsfrohe Jungunternehmerin: Mal bezweifelten die Kreditsachbearbeiter ihre unternehmerischen Fähigkeiten, mal winkten sie mit einem negativen Standortgutachten der örtlichen Industrie- und Handelskammer, dann wieder sollten die Eltern mit Bürgschaften einspringen. Fündig wurde sie erst in ihrem Heimatort, in Erlangen, rund 550 km entfernt. Die dortige Sparkasse — schon der als Unternehmer tätige Vater ist ein guter Kunde — hatte Vertrauen in die unternehmerischen Fähigkeiten von Heidi Fehling und übernahm das Risiko. Nicht nur für das Existenzgründungsdarlehen, sondern auch für weitere KfW-Mittel, um die Firma endgültig zu festigen. Eine Verbindung, die immer noch hält. Inzwischen hat die Unternehmerin Fehling zwei Läden und einen florierenden Onlineshop aufgebaut. Die Firmenchefin: „Die günstigen Darlehen von der KfW haben mir seinerzeit sicherlich sehr geholfen, die Kosten im Griff zu behalten."

Was Unternehmerin Fehling schon vor vielen Jahren in Anspruch genommen hat, lohnt sich nicht nur für junge Unternehmer noch heute: Ein Blick in die KfW-Konditionen. Die Zinsen und die Laufzeiten der KfW-Kredite können sich in der Tat sehen lassen (siehe Kasten). Insbesondere für Gründerinnen, Gründer sowie junge Unternehmen bis zu drei Jahren nach der Geschäftsaufnahme. Die können Mittel in Form langfristiger Nachrangdarlehen erhalten. Es handelt sich hierbei um das ERP-Kapital für Gründung, welches mit Zinsen ab 1,45 Prozent pro Jahr (alte Bundesländer 1,7 Prozent), Zinsbindung von zehn Jahren, voller Haftungsfreistellung der vermittelnden Bank und mit einer tilgungsfreien Anlaufzeit von sieben Jahren angeboten wird. Wichtiger Effekt: Die Mittel können dem Unternehmen eigenkapital-ähnlich zur Verfügung gestellt werden. „Dadurch soll dem Unternehmen die weitere Aufnahme von Krediten erleichtert werden", erläutert Maren Hünnekens, Beraterin bei der KfW.

Förderfähig sind der Kauf oder der Bau einer Firmenimmobilie, die Ausstattung des Geschäftes sowie der Kauf des Warenlagers. Es ist auch möglich, sich mit Hilfe der KfW-Mittel in ein bestehendes Geschäft einzukaufen oder es komplett zu übernehmen. Die Förderbank rückt allerdings kein Geld heraus, wenn der Jungunternehmer nicht mindestens 15 Prozent Eigenmittel mitbringt (neue Bundesländer: 10 Prozent). Diese Eigenmittel werden dann in den neuen Bundesländern eigenmittel-ähnlich über das ERP-Kapital für Gründung auf bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten aufgestockt. In den alten Bundesländern erfolgt eine Aufstockung auf bis zu 45 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Der Höchstbetrag der Nachrangdarlehen beträgt 500.000 Euro. Auch etablierte Firmen können sich der günstigen Konditionen der KfW-Bank bedienen. Dabei ist jetzt besonders interessant: der ab April dieses Jahres von den Konditionen her modifizierte Unternehmerkredit. Beraterin Hünnekens: „Kleine und mittlere Unternehmen können, sofern sie seit mehr als drei Jahren bestehen, ein besonders zinsgünstiges Darlehen erhalten." Und zwar bis zu 10 Mio. Euro.

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