Freitag, 18. Mai 2012
Bildquelle: Lehmann
Nutzfahrzeuge

Der Öko-Champion

SuperBioMarkt-Gründer Michael Radau prüft den umweltfreundlichen Toyota Prius III auf Herz und Nieren.
Text: handelsjournal, 16. September 2010
Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz sind zentrale Themen im Arbeitsalltag von Michael Radau, dem Gründer und Vorstand der SuperBioMarkt AG. Darum war der Münsteraner Biopionier auf den Toyota Prius der dritten Generation richtig gespannt. Immerhin kürte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Kleinen gerade erneut zum umweltfreundlichsten Familienauto. Ist der Hybrid-Antrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor ausgereift genug für den harten Dienstwageneinsatz und umweltfreundlich zugleich? Radau beantwortet beide Fragen mit einem klaren Ja.

 „Der Prius steigert das Bewusstsein für energieeffizientes Fahren. Vor allem im Stadtverkehr reduziert die elektrische Anfahrhilfe den Kraftstoffverbrauch deutlich." Beim Anfahren rollt der Prius im Eco-Modus lautlos an; der Elektromotor übernimmt die Arbeit. Seine Batterien werden aus Strom gespeist, der zuvor im Schiebebetrieb oder beim Bremsen gespeichert wurde. Ab etwa 40 km/h schaltet sich der Ottomotor zu. „Das geschieht völlig automatisch, ohne Ruckeln, ohne Stottern", begeistert sich Radau. Damit ist aber auch deutlich: Auf langen Autobahnfahrten verschafft der Hybrid keinen Effizienzvorteil. „Auf der Langstrecke ist ein moderner Dieselmotor verbrauchsgünstiger", sagt Radau, der sonst Mercedes E Kombi fährt.

Ausstattung und Komfort überzeugen: Für ein Fahrzeug der Mittelklasse ist alles an Bord, was der Autofahrer heute erwarten darf, und auch manches Extra mehr. Statt eines herkömmlichen Schlüssels öffnet ein elektronischer Sender die Tür und deaktiviert die Wegfahrsperre. Der Motor startet per Knopfdruck. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet das Navi-Display auf das Live-Bild der Heckkamera um. „Der Fahrkomfort und das Platzangebot sind prima. Das Head-up-Display könnte etwas größer sein, aber sonst lässt die Ausstattung kaum einen Wunsch offen", lobt Radau. Der Kofferraum ist durch die Batterien zwar eingeschränkt, reicht für den Alltag in aller Regel aber aus. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die blinkenden Anzeigen zum Status des Hybrid-Antriebs. „Zu Beginn musste ich aufpassen, mich nicht vom Straßenverkehr ablenken zu lassen.

"Aber ich denke, mit der Zeit gewöhnt man sich an die Bordanzeige", sagt Radau. Gewöhnung ist auch das Stichwort für den Fußgänger: Jeder Elektroautofahrer hat wahrscheinlich schon erlebt, wie Fußgänger ohne Gucken auf die Fahrbahn treten. E-Mobile sind fast lautlos, das kann brenzlig werden. Wird der Prius der kommende Dienstwagen mit ökologischem Imagevorteil für die Fachbereichsleiter der SuperBioMarkt AG? Radau gibt zu: „Darüber haben wir nachgedacht. Aber ich bin der Überzeugung, die Energieausnutzung durch das Fahrzeug muss noch optimiert werden. Ein reines Elektroauto mit ausreichender Reichweite oder ein Plug-in-Hybrid, das wären Lösungen, die für meinen Betrieb in Frage kämen."

handelsjournal-Testfahrt


Michael Radau gefiel am Toyota Prius III vor allem der perfekt arbeitende Hybrid-Antrieb. Das System aus Verbrennungs- und Elektromotor leistet bis zu 100 kW. Der vom Hersteller angegebene Verbrauch von 3,9 l auf 100 km beträgt in der Praxis eher knapp 5 l. Die Preisliste für den 5-Türer beginnt bei 25.450 Euro (inkl. MwSt.). www.toyota.de

Bild


Findet energieeffizientes Fahren mit Hybridantrieb überzeugend: Michael Radau, SuperBioMarkt.

Facebook MySpace Twitter Google Bookmarks