Bildquelle: Göttin des Glücks
Kommentar
Hoffnungsvoll
Es fällt schwer, den Wust an Siegeln zu durchschauen, sagt selbst ein engagierter Pionier der öko-fairen Modeszene.
Text: Nicole Ritter,
14. Februar 2012
Und die Berichte über Ausbeutung in asiatischen Textilfabriken reißen nicht ab. Dennoch: Dass eine Modemesse wie die bread & butter in Berlin erstmals Labeln einen eigenen Ausstellungsort einräumt, an dem sich ausschließlich Hersteller präsentieren, die auf Kriterien der ökologischen und fairen Produktion ein besonderes Augenmerk legen, stimmt hoffnungsvoll. Und auch, dass die BSCI als Organisation der Hersteller und Handelsunternehmen in einem Land wie Bangladesch endlich mit einem eigenen Repräsentanten vertreten ist, der genau hinschaut und die kritischen Bereiche offen benennt. Entscheidend ist jetzt, dass Shareholder und Stakeholder der Modebranche sich jetzt nicht auf dem zum Teil gerade erst ganz frisch erlangten öko-sozialen Bewusstsein ausruhen und ihre Verantwortung an Auditoren und Organisationen gleich wieder abgeben. Denn es gibt genügend Beispiele, die deutlich zeigen: Vertrauen in Audits ist gut, die eigene Kontrolle ist besser. Nicht nur in Bangladesch.
Nicole Ritter
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Nicole Ritter
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