Bildquelle: Vierjahreszeiten
Kommentar
Vordenker
Oft stehe ich vor den vollgepackten Regalen des Lebensmitteleinzelhandels, bin orientierungslos und völlig überfordert. Trotz — oder gerade wegen — des Überangebotes verlässt mich die Fantasie: Was brauche ich, was könnte ich kochen?
Text: Silke Bohrenfeld,
12. Februar 2012
Deshalb bin ich von innovativen Konzepten, die meist von Quereinsteigern ins Leben gerufen werden, oft ganz begeistert. Denn sie denken Verkauf aus einer anderen, aus meiner Perspektive, der Perspektive des Konsumenten. Ob nun im Kochhaus, wo Lebensmittel nach Rezepten in den dafür benötigten Mengen abgepackt und verkauft werden, bei Emmas Enkel, wo Nostalgie mit den modernen technischen Internetmöglichkeiten verknüpft wird, oder im Veganz, dem einzigen Vollsortimenter für vegane Lebensmittel (siehe Seite 14): Alle Gründer verkaufen Food auf eine andere, unkonventionelle und erfrischende Weise. Das inspiriert den Verbraucher. Der Einkauf — oft eine ermüdende Angelegenheit, die erledigt werden muss —, wird zum Erlebni s, das Spaß macht. Man entscheidet sich für das qualitativ bessere und höherpreisige Produkt, der Bon fällt höher aus. Und das kommt der Branche zugute.
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