Freitag, 18. Mai 2012
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HDE-Umsatzprognose

Stabilität bei leichtem Wachstum

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet für 2012 mit einem moderaten Umsatzwachstum von 1,5 Prozent im Einzelhandel.
31. Januar 2012
„Der Handel zeigt sich weiterhin robust", betont HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Wir sind optimistisch, dass er den Umsatz 2012 zum dritten Mal in Folge steigern kann." Damit trage die Branche zur Stabilität der deutschen Volkswirtschaft bei. Die Prognose stehe aber unter dem Vorbehalt, dass die Euro-Krise bewältigt werde. Auch die Verteuerung der Energie sei für den Handel die größte Herausforderung, nicht nur durch drohende Kostensteigerungen in den Läden, sondern auch durch eine Einengung des Konsums beim Verbraucher. „Zwar ist derzeit nicht von einer Rezession auszugehen", meint der Hauptgeschäftsführer. „Eine Verschärfung der Krise könnte aber die Verbraucher verunsichern und damit dem Konsum erheblich schaden." Für das Jahr 2011 meldet der Handelsverband ein Umsatzplus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; preisbereinigt entspricht das einem Wachstum von 1,2 Prozent. „Steigende Einkommen und die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt haben den Konsum beflügelt", erläutert Genth. Besonders gut verkauften sich im vergangenen Jahr langlebige Konsumgüter wie Schmuck oder Möbel.

Weniger gut lief es im Handel mit elektronischen Haushaltsgeräten, der genauso ein Minus hinnehmen musste wie der stationäre Buchhandel. Das Weihnachtsgeschäft verlief mit plus 1,4 Prozent deutlich schwächer als der Jahresdurchschnitt. Eine immer größere Rolle spielt laut Genth der Onlinehandel. „Für das Jahr 2012 rechnen wir mit einem Umsatz von 29,5 Mrd. Euro", analysiert er. Die Summe entspricht einem Wachstum von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (26,1 Mrd. Euro). Grundsätzlich verliert der Einzelhandel an Anteil beim privaten Konsum. 2011 betrug dieser Anteil 28,1 Prozent; 2008 lag er noch bei 29,5 Prozent. „Der Einzelhandel steht weiterhin in Konkurrenz zu alternativen Einkommensverwendungen wie Freizeit, Vorsorge und Telekommunikation", sagt Genth. Im vergangenen Jahr hätten außerdem die gestiegenen Kosten für Kraftstoffe das Budget für den Konsum belastet.

www.einzelhandel.de

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