Freitag, 18. Mai 2012
Bildquelle: iStockphoto
Schlecker-Pleite

Gedrängel im Drogeriemarkt

Viel Fläche in wenig attraktiven Lagen - was lange Zeit Anton Schleckers Erfolgsrezept zu sein schien, wird ihm jetzt möglicherweise zum Verhängnis. Die Wettbewerber sind in Konzeption und Produktivität seit Jahren voraus.
23. Januar 2012
Einen Umsatz von 6.500 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Jahr erreichten die dm-Drogeriemärkte im Jahr 2010 laut EHI Retail Institute, Rossmann 5.500 Euro - bei den Schlecker-Filialen waren es nur 2.200 Euro, also ein Drittel. Auch die Zahl der Neueröffnungen 2010 zeigt, dass schon damals etwas nicht mehr rund lief im Hause Schlecker: Während dm 49 Filialen in Deutschland neu eröffnete und Rossmann 23, waren es bei Schlecker nur sechs.

Heute nun meldete das Unternehmen beim Amtsgericht Ulm Insolvenz an. Betroffen von dem Antrag sind die Anton Schlecker e.K., Schlecker XL GmbH sowie die Schlecker Home Shopping GmbH. Aktuell nicht Bestandteil des Antrags sind die IhrPlatz GmbH  sowie die Auslandsgesellschaften.

In Fachkreisen verwundert dieser Schritt nicht - zugleich winken die beiden großen Wettbewerber dm und Rossmann bereits öffentlich ab, was die Übernahme von Filialen angeht. "Wir hätten vielleicht an 50 oder 60 Läden Interesse. Bei dm dürfte das ähnlich sein", erklärte heute Dirk rossmann gegenüber Stern.de.  Die allermeisten Schlecker-Geschäfte seien zu kleinoder hätten den falschen Standort.

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