Bildquelle: Daniel Degen
Kunst
Sammlerstücke
Originale zu erschwinglichen Preisen öffnen den Kunstmarkt für „Otto Normalkäufer“. Seit über zehn Jahren.
Text: Nicole Ritter,
05. Dezember 2011
Die Frage: „Was ist Kunst?“ ist nicht immer leicht zu beantworten. Für Julia Loytved und Mario Téres ist jedenfalls eines klar: Kunst muss nicht unbedingt teuer sein. Und der Preis darf klar sein. Nicht wie in mancher Galerie, wo verschämt eine Liste in der Ecke liegt und man gern so tut, als lebte der Künstler von Luft. Seit über zehn Jahren betreiben die beiden Kunstexperten den „Kunstsupermarkt“. Zuerst in Marburg, dann in Frankfurt, Berlin und Solothurn, inzwischen auch in Wien. Jeweils einige Wochen lang von November bis Januar verkaufen sie etwa 5.000 Werke von 40 bis 70 Künstlern. Jedem ist eine eigene „Kunstkiste“ für die kleineren Formate gewidmet, die 50, 99, 199 oder 299 Euro kosten. An jeder Kiste finden die Kunden eine Biografie des jeweiligen Künstlers und können sich so über seinen Werdegang informieren. Renommierte Kunstschaffende sind ebenso dabei wie Newcomer; sie alle unterwerfen sich dem Einheitspreis-Konzept und der schlich ten Präsentation, nach dem Motto, das ein Künstler selbst so formulierte: Lieber viel für wenig verkaufen, als wenig für viel. An den Wänden, in Petersburger Hängung, stellen sie großformatigere Werke aus, die auch etwas teurer sein dürfen.
„Wir haben festgestellt, dass unsere Stammkunden inzwischen nach größeren Formaten verlangen“, berichtet Julia Loytved, „sie sind mit uns gewachsen und mutiger geworden.“ Die Auswahl der Künstler ist sehr gemischt, der Kontakt sehr direkt — und so soll es auch sein: „Die Kunden können die Werke unmittelbar in die Hand nehmen“, sagt Loytved. So sind die Berührungsängste wesentlich geringer, in den Kisten nach dem passenden Werk zu forschen. Zeichnungen, Aquarelle, Acryl- und Ölbilder, sogar Skulpturen gilt es zu entdecken. Der Reiz dabei: „Man muss sich damit auseinandersetzen: Was ist Kunst, was spricht mich an?“, sagt Julia Loytved.
Umgekehrt ist auch der Kunstsupermarkt mit seinen Kunden gewachsen. Zu den zeitlich begrenzten Verkaufsausstellungen kam ein fester Standort in Westerland auf Sylt hinzu, der nur wenige Wochen im Jahr pausiert. Dort wechselt das Publikum stark, und der Supermarkt behält auf diese Weise seinen Ausstellungscharakter.
www.kunstsupermarkt.de
„Wir haben festgestellt, dass unsere Stammkunden inzwischen nach größeren Formaten verlangen“, berichtet Julia Loytved, „sie sind mit uns gewachsen und mutiger geworden.“ Die Auswahl der Künstler ist sehr gemischt, der Kontakt sehr direkt — und so soll es auch sein: „Die Kunden können die Werke unmittelbar in die Hand nehmen“, sagt Loytved. So sind die Berührungsängste wesentlich geringer, in den Kisten nach dem passenden Werk zu forschen. Zeichnungen, Aquarelle, Acryl- und Ölbilder, sogar Skulpturen gilt es zu entdecken. Der Reiz dabei: „Man muss sich damit auseinandersetzen: Was ist Kunst, was spricht mich an?“, sagt Julia Loytved.
Umgekehrt ist auch der Kunstsupermarkt mit seinen Kunden gewachsen. Zu den zeitlich begrenzten Verkaufsausstellungen kam ein fester Standort in Westerland auf Sylt hinzu, der nur wenige Wochen im Jahr pausiert. Dort wechselt das Publikum stark, und der Supermarkt behält auf diese Weise seinen Ausstellungscharakter.
www.kunstsupermarkt.de
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