Donnerstag, 23. Februar 2012
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Nominiert in der Kategorie Lebensmitteleinzelhandel: b2 Biomarkt in Balingen.
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Nominiert in der Kategorie Lebensmitteleinzelhandel: eCenter Wilger in Borken.
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Nominiert in der Kategorie Wetläden: Weltladen el Martin in Düsseldorf.
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Zum zweiten Mal wird der FA!R-Handelspreis an Unternehmen vergeben, die sich für faire Produkte einsetzen.
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Nominiert in der Kategorie Textileinzelhandel: Glore, Nürnberg.
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Nominiert in der Kategorie Textileinzelhandel: Hofius, Köln.
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Nominiert in der Kategorie Lebensmitteleinzelhandel: tegut, Jena.
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Nominiert in der Kategorie Textileinzelhandel: Frau Többen, Münster.
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Nominiert in der Kategorie Weltläden: Ene Welt Laden Mönchengladbach.
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Nominiert in der Kategorie Weltläden: Zeichen Der Zeit, Berlin.
FA!R-Handelspreis

Preiswürdig

Zum zweiten Mal wird der FA!R-Handelspreis an Unternehmen vergeben, die sich für faire Produkte einsetzen.
Text: Silke Bohrenfeld, 15. August 2011
Es ist wieder soweit: Im Rahmen der FA!R 2011, der Messe und Fachtagung für Fairen Handel, werden sie am 8. September bekannt gegeben: die Gewinner des FA!R-Handelspreises 2011. Mit dem Award will das handelsjournal in Kooperation mit dem Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland und der Messe Westfalenhallen Dortmund Händler in den Kategorien Lebensmitteleinzelhandel/Drogeriemärkte, Textileinzelhandel und Weltläden auszeichnen, die sich für das Thema Fairer Handel engagieren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich sind. Die eingereichten Bewerbungen werden von einer unabhängigen Jury bewertet. Ihr gehören an: Michael Radau, SuperBioMärkte, Hartmut Holzmüller, Lehrstuhl für Marketing TU Dortmund, Klaus Müller, Verbraucherzentrale NRW, Udo Schlüter, Eine Welt-Netz NRW, Klaus Wöldecke, Weltladen-Dachverband, und Detlev Grimmelt, Transfair.

Hier sind nun für jede Kategorie die drei Nominierten:

Lebensmitteleinzelhandel&Drogeriemärkte


b2 Biomarkt, Bahnhofstraße 22, 72336 Balingen

Im b2 Biomarkt in Balingen werden seit Geschäftsgründung 2006 fair gehandelte Produkte angeboten. Auf 71 qm (Gesamt: 570 qm) wurde innerhalb eines Jahres mit fair gehandelten Lebensmitteln ein Gesamtumsatz von 499.330 Euro erzielt. Allerdings hat der Biomarkt neben dem klassischen fairen Handel eine weitere faire Handelsebene erschlossen: Mit der Gründung des Labels „biofair und regional“ wurde eine Struktur geschaffen, die es möglich macht, auch regionale Bio-Lebensmittel fair zu handeln. Unter dieser Marke werden Bio- und Öko-Lebensmittel angeboten, die in der Region Neckar-Alb erzeugt, verarbeitet und vertrieben werden. Zusätzlich engagiert sich b2 Biomarkt für die Zertifizierung der Stadt Balingen zur Fairtrade-Stadt. Außerdem pflegt der Markt die Zusammenarbeit mit dem Weltladen in Balingen und führt Themenabende mit Verköstigung und Podiumsdiskussion zum Thema Fairer Handel durch.

tegut ... gute Lebensmittel, Carl-Zeiss-Straße 4, 07743 Jena

Die Tegut-Filiale in Jena führt bereits seit über 20 Jahren fair gehandelte Lebensmittel. Insgesamt sind 30 Produkte im Bereich Süßwaren, rund 15 im Bereich Kaffee, Tee, Kakao gelistet, es gibt zwei Sorten faire H-Milch, hinzu kommen Rosen aus Fairem Handel sowie das komplette tegut-Eigenmarkensortiment unter dem Namen „Fairbindet“. Insgesamt 51 Artikel aus dem fairen Segment sind gelistet. Alle fairen Produkte sind in die einzelnen Warengruppen integriert. Mittlerweile wird mit fair gehandelten Artikeln ein Umsatz von 167.019 Euro im Jahr generiert, das ist ein Umsatz von 81,26 Euro pro qm. Im Vergleich zu 2009 konnte der Umsatz 2010 um 28,11 Prozent zulegen. Eine Entwicklung, die durch verschiedene Verkaufsmaßnahmen unterstützt wird. So werden acht Mal im Jahr eigene Themenaufbauten mit fairen Produkten inszeniert, es gibt ständige Zweitplatzierungen von fairem Kaffee und Tee. Außerdem bereitet die Jenaer Tegut-Filiale eine Verbrauchermesse zu nachhalt igem Konsum und fairen Produkten im April 2012 vor.

E-Center Wilger, Otto Hahn Straße 8 und Boumannstraße 6, 46325 Borken

Das E-Center Wilger hat bereits seit 1998 fair gehandelte Produkte im Sortiment. Mittlerweile werden in den beiden Filialen mit diesen Lebensmitteln 21.000 Euro Umsatz generiert. Im Vergleich zu 2008 stieg der Umsatz 2009 um 9 Prozent, 2010 zu 2009 um 11 Prozent. Auch für das erste Halbjahr 2011 konnte der Umsatz nach einer vorsichtigen Schätzung bereits um 6 Prozent zulegen. Eine Entwicklung, die nicht von ungefähr kommt. So werden Produkt-Informationsaktionen mit der Gepa durchgeführt, eine Aktion „Schokolade und frische Säfte“ mit Verkostung und eigener Werbedame soll die Konsumenten gezielt an fair gehandelte Produkte heranführen. Zusätzlich hat das E-Center Wilger 2010 einen Bio-Kundenabend durchgeführt, bei dem auch fair gehandelte Produkte vorgestellt wurden.

Textileinzelhandel


glore, Karl-Grillenberger-Staße 24, 90402 Nürnberg

Glore eröffnete bereits im Februar 2007 in Nürnberg und war der erste Laden für junge „grüne“ und faire Mode in Deutschland. Mittlerweile gibt es Geschäfte in München, Hamburg und seit August 2011 auch in Stuttgart. Alle Produkte bei Glore sind aus fairer Produktion, aber nicht alle sind FLO-zertifiziert. Der Umsatz mit fair gehandelten Artikeln in allen vier Geschäften liegt bei 98 Prozent, 2 Prozent werden mit Schmuck und Büchern erzielt. Insgesamt ist der Gesamtumsatz von 2009 auf 2010 um 19 Prozent gestiegen. Die Mitarbeiter werden sehr intensiv geschult, damit sie kompetent über Fairen Handel informieren können. In Nürnberg macht außerdem ein „fairer Stadtrundgang“ Station bei Glore und die Mitarbeiter klären dann über die faire Produktion von Textilien auf.

Hofius, Krebsgasse 5 - 11, 50667 Köln

Nach dem Start des ersten Hofius-Geschäftes in Dortmund 2000 wurde im September 2009 ein weiteres Geschäft in Köln eröffnet. Hier werden auf 180 qm Textilien aus fair gehandelter Baumwolle angeboten. Alle verarbeiteten Baumwollgarne sind zertifiziert, ebenso zugekaufte Standardstoffe. Der Umsatz lag 2010 bei 1.300 Euro pro qm und hat sich damit von 75 Prozent in 2009 auf mittlerweile 85 Prozent gesteigert. Doch bei Hofius wird nicht nur verkauft, sondern auch designt. Es geht vor allem darum, Kleidung von überdurchschnittlicher Qualität herzustellen, die auch noch nach Jahren getragen wird. „Unser Motto ist die Langlebigkeit und Wertigkeit unserer Ware“, fasst Lana Dümer, Inhaberin von Hofius, die Philosophie des Unternehmens zusammen. Faires Denken beginnt dabei beim Rohstoff und endet beim Verkauf. In Rabattschlachten nimmt Hofius nicht teil. Stattdessen überzeugt die Inhaberin durch Service und Qualität.

Frau Többen, Hammerstraße 55, 48153 Münster

Faire Mode muss nicht eintönig sein. Das beweist der 110 qm große Laden namens Frau Többen. Die Kleidung, die hier verkauft wird, ist mal stylisch und modern, bunt und außergewöhnlich, schlicht und elegant, sportlich und lässig. Insgesamt 110.000 Euro wurde bereits im ersten Jahr des Bestehens umgesetzt. 95 Prozent davon wurden mit Textilien aus fair gehandelter ökologischer Baumwolle erzielt, 5 Prozent aus recycelten Ergänzungsprodukten, wie Notizbücher aus alten Landkarten oder handgenähte Kinderschuhe. Es besteht eine Kooperation mit einem Weltladen, der 25 qm als Shop-in-Shop-Fläche im Geschäft angemietet hat. Dadurch wird das Thema Fairer Handel zusätzlich in das Textilgeschäft getragen.


Weltläden


Eine Welt Laden Mönchengladbach, Abteiberg 2, 41061 Mönchengladbach

Der Eine Welt Laden Mönchengladbach wird mit hohem ehrenamtlichen Engagement geführt. So wird regelmäßig ein Monatsprodukt vorgestellt und mit einem Probierpreis verkauft. Es gibt Kooperationen mit Schulen, Kirchengemeinden, Jugendherbergen, für die z. B. Ladenführungen durchgeführt werden. Bei lokalen Ereignissen wie dem Martinsmarkt, dem Weihnachtsbasar, dem Musikfestival u. a. ist der Weltladen auch vertreten. Mit einem Umsatz von 53.128 Euro im Jahr 2010 auf einer Fläche von 60 qm ist das Geschäft aber auch wirtschaftlich erfolgreich.

el martin, Nordstraße 94, 40477 Düsseldorf

Dass sich wirtschaftlicher Erfolg und Fairer Handel nicht ausschließen müssen, zeigt auch el martin — Das Fachgeschäft für fairen Handel. Das 60 qm große Fachgeschäft in Düsseldorf setzt jährlich etwa 500.000 Euro um. El martin zeichnet sich durch eine attraktive Ladengestaltung, gut ausgebildete Mitarbeiter mit langjährigen Einzelhandelserfahrungen und ein umfangreiches Sortiment an fairen Lebensmitteln und Handwerksprodukten aus. Aber das Engagement ist auch über den Verkauf fairer Produkte hinaus groß. Es werden Seminare für Schulklassen angeboten, der örtliche Weihnachtsmarkt mit ausgerichtet und Schülern Praktika angeboten. Außerdem arbeiten die Initiatoren in verschiedenen Institutionen des Fairen Handels mit. Außerdem hat die Zusammenarbeit mit anderen Weltläden einen hohen Stellenwert.

Weltladen Zeichen der Zeit, Wörther Straße 28, 10405 Berlin

Der 50 qm große Weltladen auf dem Prenzlauer Berg in Berlin zeichnet sich durch permanente Umsatzsteigerung aus: Auch 2010 konnte der Umsatz im Vergleich zu 2009 um 6 Prozent auf 80.000 Euro zulegen. Für 2011 wird eine ähnliche Steigerung prognostiziert. Diese Entwicklung ist zwar einerseits der hohen Kaufkraft auf dem Prenzlauer Berg geschuldet, andererseits aber wurden diese Raten unter hohem Wettbewerbsdruck erzielt. Denn auf dem Prenzlauer Berg gibt es eine Reihe von Biomärkten, innovativen Geschäften und eine besonders hohe Fairtrade-Präsenz in den Supermärkten. Deshalb will sich der Weltladen vor allem durch Artikel aus dem Premiumsegment abheben, die besonders innovativ sind. Außerdem führt die Belegschaft auf dem Heldenmarkt oder innerhalb der Fairen Woche verschiedene Veranstaltungen durch.


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