handelsjournal (nori). Den EU-Bestrebungen, das Verhältnis der Akteure innerhalb der Lebensmittelkette zu regulieren, erteilte der Präsident des Handelsverband Deutschlands (HDE), Josef Sanktjohanser, heute beim "Unternehmertag Lebensmittel" eine deutliche Absage.
Der Einzelhandel lehne die in der Europäischen Union diskutierten Forderungen nach Standardverträgen oder staatlichem Preismonitoring ab. Die EU will auf diese Weise das Verhältnis der Akteure innerhalb der Lebensmittellieferkette regeln. "Wir appellieren an das Bundesverbraucherministerium, sich klar und deutlich für die Beibehaltung des Grundsatzes der Vertragsfreiheit stark zu machen", sagte Sanktjohanser. Es gebe keinen Anlass dafür, das generelle Funktionieren der Lebensmittelversorgungskette in Europa zu bezweifeln. "In diesem Zusammenhang begrüße ich, dass sich Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, heute auf dem Unternehmertag ausdrücklich zum Grundsatz der Vertragsfreiheit bekannt hat", erklärte Sanktojohanser weiter. In Deutschland gebe es ein harter Wettbewerb zugunsten der Verbraucher. Wettbewerbsverstößen würde zu Recht mit der Anwendung kartellrechtlicher Regelungen begegnet. Neue Regularien seien nicht erforderlich.
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