04.02.2010 - Zahl der Woche: BBE-Einzelhandelsklima

handelsjournal (nori). Die von der BBE Retail Experts Unternehmensberatung befragten Einzelhändler in Ost- und Westdeutschland schätzen die konjunkturelle Lage derzeit recht unterschiedlich ein: Während der BBE-Index Einzelhandelsklima im Osten von 77,7 auf 84,7 Zähler anstieg, fiel er im Westen von 98,7 auf 89,8 Zähler.

Der Gesamt-Index erreichte 88,71 Punkte. Für die nächsten sechs Monate zeigt sich der gestiegene Optimismus in den neuen Bundesländern. Erwarteten im Dezember noch 38 Prozent der Befragten niedrigere oder viel niedrigere Umsätze, so sind es jetzt nur noch 26 Prozent. Dagegen erwarten 22 Prozent nun höhere Umsätze, dies taten im Dezember lediglich 12 Prozent. Verhaltener sind da die Perspektiven im Westen: 28 Prozent (Vormonat 27 Prozent) sehen pessimistisch dem nächsten halben Jahr entgegen, während 18 Prozent höhere oder viele höhere Umsätze erwarten. Dies waren im Vormonat noch 22 Prozent der Einzelhändler. In Summe für Ost und West bleibt der Anteil der Optimisten mit 20 Prozent gleich, aber die Gruppe der Pessimisten umfasst jetzt mit 28 Prozent zwei Prozentpunkte weniger. Ähnlicher als im Vormonat fallen auch die Gewinnerwartungen aus: Ein niedrigerer Gewinn wird von 42 Prozent aller Befragten erwartet – ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat. Dies liegt an den Einzelhändlern der neuen Bundesländer, die zu 5 Prozentpunkten weniger (43 Prozent) mit einem niedrigeren Gewinn rechnen. Dagegen sinkt die Zahl der Optimisten im Westen um 7 Punkte auf 15 Prozent, im Osten dagegen steigt die Zahl der Optimisten um 7 Punkte auf 19 Prozent.
Schlecht oder sehr schlecht wird die zukünftige Konjunktur von 27 Prozent;aller Befragten eingeschätzt – dies ist zwar ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat, jedoch ist die Zahl der Optimisten deutlich von 13 Prozent in Ost und West auf 5 Prozent im Westen und 7 Prozent im Osten gesunken. Somit überwiegt die Zahl der Abwartenden: 67 Prozent der Befragten schätzen die Konjunkturaussichten als mittelmäßig ein, genauer: im Westen 71 Prozent, im Osten 55 Prozent. Zu unsicher erscheint die Entwicklung des Arbeitsmarktes und die sich abschwächende Erholung der Wirtschaft. Siehe Grafik

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