03.02.2010 - Stagnation bei den Privatausgaben

handelsjournal (nori). Private Konsumausgaben haben im vergangenen Jahr die Konjunktur leicht gestützt. Der Großteil der Bevölkerung habe wenig Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die persönlichen Lebensumstände gespürt, analysiert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Für das Jahr 2010 erwartet die GfK eine Stagnation der Konsumausgaben. Belastet werde der Konsum von der Arbeitsmarktsituation: "Arbeitslosigkeit und die konkrete Angst davor verändert das Konsumverhalten der Menschen deutlich. Bei den Gütern des täglichen Bedarfs reduzieren die betroffenen Haushalte ihren Konsum um rund 10 Prozent", erläutert Rolf Bürkl, Konsumexperte der GfK-Marktforschung. Für das Jahr 2010 rechnet die GfK mit einem Anstieg der krisenbetroffenen Haushalte von 23 auf 27 Prozent. Diese Haushalte versuchten, ihre Einkaufspräferenzen zu erhalten, suchten aber verstärkt nach Sonderangeboten.
Bereiche wie die Unterhaltungselektronik, Baumärkte und andere Branchen, die zur Verschönerung des eigenen Zuhause beitragen können, zählen nach Einschätzung der GfK zu den Gewinnern der Krise. Der Umsatz mit Pflanzen legte um 7 Prozent zu, Gartenmöbel und -dekoration um 4 Prozent. Das Segment Elektrokleingeräte profitierte mit einem Umsatzzuwachs von rund 5 Prozent. Im Segment Spirituosen und alkoholische Getränke profitierte der Lebensmitteleinzelhandel ebenfalls vom sogenannten "Homing"-Trend zuungunsten des Außer-Haus-Verzehrs mit einem leichten Umsatzzuwachs. Dieser Trend wird sich nach Meinung der GfK-Experten auch in diesem Jahr fortsetzen.

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