handelsjournal (nori). Die Tariflöhne und -gehälter sind im Jahr 2009 durchschnittlich um 2,6 Prozent gestiegen. Effektiv sind die Bruttoeinkommen aber um 0,4, (preisbereinigt um 0,8) Prozent gesunken. Das ergab die Tarifbilanz des Wirtschafts- und Sozialwissenschaflichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung (WSI).
Am höchsten fiel die tarifliche Lohnerhöhung mit 4,1 Prozent im Bereich der Energieversorger aus, gefolgt von den Gebietskörperschaften und der Sozialversicherung mit 3,7 Prozent sowie dem Investitionsgütergewerbe mit 3,3 Prozent. Am niedrigsten war die Tariferhöhung im Handel mit 1,4 Prozent. Die effektiven Reallöhne sind allerdings im vergangenen Jahr zum sechsten Mal in Folge gesunken. Gründe dafür sind unter anderem Kurzarbeit oder Abstriche beim Entgelt durch tarifliche Öffnungsklauseln. In 22 Prozent der Betriebe waren die Beschäftigen laut der WSI-Betriebsrätebefragung von solchen Maßnahmen im vergangenen Jahr betroffen oder werden es in diesem Jahr sein. In 10 Prozent der Betriebe sind Einschnitte bei den betrieblichen Sozialleistungen geplant, ansonsten werden Sonderzahlungen gekürzt, Lohnerhöhungen ausgesetzt, übertarifliche Entgeltbestandteile mit Lohnerhöhungen verrechnet oder Eingruppierungen verschlechtert.
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