handelsjournal (nori). 15 Unternehmen aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie wurden heute von Mitarbeitern des Bundeskartellamtes durchsucht. Die Behörde bestätigte entsprechende Medienberichte.
Elf Unternehmen aus den Branchen Lebensmittel, Drogeriewaren und Tierbedarf sowie vier Hersteller aus dem Konsumgüterbereich mussten Mitarbeitern des Kartellamtes und der Polizei bei der Arbeit zusehen. Auf Basis gerichtlicher Beschlüsse wurden Geschäftsräume durchsucht. Parallel dazu wurden gegen weitere Handelsunternehmen schriftlich Verfahren eingereicht. Die Behörde geht dem Verdacht nach, dass sich Markenartikelhersteller mit Einzelhandelsunternehmen in den Produktbereichen Süßwaren, Kaffee und Tiernahrung über die Gestaltung der Endverbraucherpreise abgesprochen haben. Nach Medienberichten sind mehrere große Handelszentralen betroffen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen zeigte sich empört und forderte die Bundesregierung auf, durch Kartellverstöße geschädigte Verbraucher zu entschädigen. Wer bei rot über die Ampel fahre und einen Unfall verursache, müsse den Schaden schließlich auch ersetzen.
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