21.08.2009 - Erster Pestizidbericht der Rewe

handelsjournal (nori). Die ReweGroup veröffentlicht als erstes Handelsunternehmen in Deutschland einen umfassenden Statusbericht zum chemischen Pflanzenschutz bei Frischobst und -gemüse. Mit der Aus- und Bewertung der Analysedaten wurde die unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 beauftragt.

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Rückstandsbelastung von Obst und Gemüse durch Pestizide von 2007 auf 2008 um mehr als 20 Prozent verringert wurde. In den kommenden Jahren will das Unternehmen die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln systematisch weiter senken. "Mit der Veröffentlichung des Reports schaffen wir für unsere Kunden eine im deutschen Lebensmittelhandel in dieser Form einmalige Transparenz. Jedes Jahr werden wir nun wissenschaftlich belegt und neutral bewertet veröffentlichen, was wir erreicht haben und wo wir noch besser werden können. Wir setzen damit ein weiteres Zeichen, dass wir nicht nur über Vertrauen, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit reden, sondern auch entsprechend handeln“, sagt Klaus Mayer, Leiter der Qualitätssicherung der Rewe. "Durch Kontinuität und Konsequenz in der Qualitätssicherung kann die Rewe Group zu einer nachhaltigen Verbesserung der Belastungssituation bei Obst und Gemüse kommen. Hierfür ist dieser Bericht eine ausgezeichnete Grundlage und sicherlich ein Vorbild an Transparenz gegenüber den Verbrauchern“, meint Klaus Kastenhofer, Geschäftsführer der Umweltschutzorganisation Global 2000. Im Sinne einer kontinuierlichen Reduktion der Pestizidrückstände empfiehlt Global 2000 weitere Maßnahmen zu definieren, vor allem bei Produkten mit hoher Rückstandsbelastung und/oder hoher Verzehrsmenge. Letztlich sollte es das Ziel sein, die Belastung von Obst und Gemüse auf ein Minimum zu reduzieren und – wo immer möglich – auf den Einsatz solcher Wirkstoffe möglichst ganz zu verzichten. Bereits heute kommt biologisch erzeugte Ware diesem Anspruch sehr nahe. Im Rahmen des Reports wurden alle von der Rewe Group beauftragten Rückstandsanalysen von Frischobst und -gemüse der Jahre 2007 und 2008 bewertet. Die darin erfassten 30 Sorten Obst und Gemüse stellte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz anhand der Verzehrgewohnheiten zusammen. Der vegetarische „Warenkorb“ repräsentiert rund 95 Prozent des typischen Verbrauchs der Bundesbürger.

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