18.06.2009 - Insovlenzverwalter für 15 Arcandor-Gesellschaften
handelsjournal (nori). Das Amtsgericht Essen hat Klaus Hubert Görg von der Sozietät Görg zum vorläufigen Insolvenzverwalter von 15 weiteren Tochtergesellschaften der Arcandor AG bestellt.
Für diese Gesellschaften hatten Geschäftsführer der Arcandor-Gruppe am Mittwoch Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Dazu gehören zum Großteil Gesellschaften, die Dienstleistungen oder andere Leistungen für die bereits insolventen Kernunternehmen der Arcandor-Gruppe erbringen. Der Geschäftsbetrieb der operativen Gesellschaften wird in vollem Umfang aufrecht erhalten. Die Entscheidung des Gerichts ist nachvollziehbar“, sagte Klaus Hubert Görg bei einer Pressekonferenz in Essen. „Mit einem einzigen vorläufigen Insolvenzverwalter für alle Gesellschaften des Konzerns erhöhen sich die Chancen auf den Erhalt der Unternehmensgruppe, da dann alle Fäden bei einer zentralen Stelle zusammenlaufen.“ Er werde sich mit seinem Team auch für diese Gesellschaften unverzüglich um die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes kümmern, damit auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jetzt insolventen 15 Gesellschaften pünktlich ihre Löhne und Gehälter für Juni, Juli und August erhalten, so Görg weiter. In den diesen Gesellschaften arbeiten insgesamt 6.700 Mitarbeiter: Die Karstadt Warenhaus GmbH übernimmt in Absprache mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter insgesamt 300 Auszubildende, die in den nächsten Wochen ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich beenden. der jungen Menschen haben sich zum Einzelhandelskaufmann/frau ausbilden lassen. Für 370 Auszubildende, denen Karstadt aus rechtlichen Gründen keine Anschlussanstellung anbieten kann, führt das Unternehmen Gespräche mit einer Personalvermittlung, die den jungen Menschen eine Alternative anbieten möchte. Außerdem wurde zusätzlich vereinbart, dass das Unternehmen zum 1. September 2009 250 Schulabgängern einen Ausbildungsplatz anbietet. Ein Massekredit, wie in den vergangenen Tage spekuliert, werde für das laufende Geschäft von Karstadt nicht nötig sein, teilte der Insolvenzverwalter mit. Lieferanten und Dienstleister seien über das Verfahren der zahlugsfreigabe informiert worden und es werde nur zu sehr geringen Problemen bei der Warenlieferung kommen, meint Görg.
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