07.05.2009 - Kaufhäuser sind kein Auslaufmodell

handelsjournal (nori). Kaufhäuser müssen zwar als Sorgenkinder des Einzelhandels betrachtet werden, sind aber nicht generell als Auslaufmodell zu betrachten. Das geht aus einer Studie der BBE Retail Experts Unternehmensberatung herovr.

Die schwache konjunkturelle Lage und das veränderte Käuferverhalten haben die Lage der Kaufhäuser in den vergangenen Jahren nicht verbessert. Doch die Analysten der BBE Retail Experts sind sich einig: Nicht die Kaufhäuser generell sind in der Krise, sondern die Kaufhäuser in ihrer traditionellen Form. Die Verbaucher schätzen die fachhandelsähnliche Kompetenz, forderten aber mehr Leistung. Die Entwicklung zeitgemäßer Konzepte, die das Kauf- bzw. Warenhaus wieder attraktiv und rentabel machen, habe höchste Priorität. Vor allem eine Überarbeitung der Sortimentsstruktur sei nötig: Mit dem richtigen Angebot, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort seien die Verbraucher auch bereit, sich für das spezielle Kaufhaus-Angebot zu entscheiden.
Ohne eine grundlegende konzeptionelle Änderung würden mittelständische Kaufhäuser in den nächsten Jahren vom Markt verschwinden. "Dieser Entwicklung kann man aber entgegensteuern", meint BBE-Geschäftsführer Hilmar Juckel. Entscheidend ist aus Sicht der BBE-Handelsexperten für das Kaufhaus-Sortiment der Zukunft eine Auswahl der ertragreichen Warengruppen und eine aussagekräftige Kombination der Produkte und Marken auf der Fläche. Notwendig seien klare Flächenkonzepte, die eine angemessene Rendite ermöglichen. Der Ertrag könne durch die Platzierung der Marken auf der Fläche maßgeblich beeinflußt werden. Fehle es an Akzenten und Highlights, würden die Kunden allerdings die Orientierung und das Interesse schnell verlieren.

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